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| Abessinien |
frühere Bezeichnung von Äthiopien (siehe auch Länderinformationen). |
| Adinkra |
Symbole der Ashantis, die stellvertretend für Gleichnisse und Sprichwörter stehen und jeweils einen tiefgründigen Sinngehalt in sich bergen, was viel über die damalige Hochkultur der Ashantis aussagt. |
| Afrikanistik |
Wissenschaft von den Kulturen, Sprachen und der Kunst der Völker Afrikas. In Deutschland hat sich weitgehend die völkerkundliche Orientierung Diedrich Westermanns (1875-1956) durchgesetzt. Demgemäß ist die Afrikanistik an deutschen Universitäten im Wesentlichen in die Institute für Völkerkunde integriert. Für die Anfänge der vergleichend-sprachwissenschaftlich orientierten Afrikanistik steht insbesondere der Name Carl Meinhofs (1857-1944). |
| Ahnenfigur |
Meist aus Holz, gelegentlich auch aus Lehm oder Stein gefertigt, verkörpert sie den Ahnen; die Ahnenfigur ist nicht der Ahne, und er wohnt in der Regel auch nicht in ihr. Von ihr oder an ihr werden Opfer dargebracht, und an sie wendet man sich um Rat und Hilfe zu erbitten. Die Ahnenfigur ist nur Abbild, sie sind keine Porträtstatuen im westlichen Sinn. |
| Animismus |
lateinisch anima: Atem oder Seele, bezeichnet nach Tylor (1871) den Glauben an die Beseeltheit der Natur und an unbeseelte Gegenstände. Der Glaube an die Existenz übernatürlicher Wesen. "Primitive Völker" glauben demnach, dass der Geist bzw. die Seele die Ursache menschlichen Lebens sei. Sie stellen sich eine Seele als Phantom vor, das von einem Menschen in einen anderen, und von Pflanzen und Tieren zu leblosen Gegenständen wandern kann. In der heutigen Ethnologie findet dieser Begriff jedoch kaum noch Verwendung. Diese wohnen unter Umständen in der Umgebung. Sie werden nicht angebetet, sondern von der örtlichen Bevölkerung gefürchtet und gemieden. Nur die religiösen Spezialisten wissen, wie man sie besänftigt oder zu ihnen betet. Diese Wesen können böse oder gut veranlagt sein und besitzen einen gewissen Einfluss auf zahlreiche Aspekte der Natur und des menschlichen Lebens (vergl. Monotheismus, Polytheismus und Totemismus). |
| Ashanti |
afrikanische Ethnie, die vorwiegend in der Region Ashanti in Ghana lebt und der heute etwa zwei Millionen Menschen angehören. Vom 17. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts erstreckte sich ihr Reich über ein riesiges Gebiet in Westafrika. Die Ashanti haben sich als geschickte Handwerker einen Namen gemacht. |
| Ashanti-Stuhl |
Ashantisessel der Könige (Ashantehene) sind im ganzen Reich ein Symbol politischer Autorität. Der Stuhl beherbergt sowohl die Energie seines Besitzers als auch den Geist des Baumes, aus dem er geschnitzt wurde. Es kommen nur bestimme Baumarten in Frage. |
| Auftragsarbeiten |
bezeichnet man Gegenstände, die nicht für einen bestimmen Kult hergestellt und in ihm verwendet, sondern von Außenstehenden in Auftrag gegeben werden. Dabei handelt es sich meist um Stücke für einzelne Personen, die als Beleg- oder Erinnerungsstück in Aufrag gegeben wurden und zumeist nicht für den Handel bestimmt waren. |
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| Babalawo |
Medizinmann, nigerianisch. |
| Balafon |
afrikanisches Xylofon aus Holz. Seine Heimat ist Guinea, doch es ist heute in ganz Westafrika verbreitet. An der Unterseite seiner 15 bis 23 Holzlamellen sind Kalebassen angebracht, mit denen das typische Klangvolumen erzeugt wird. Zum Spielen dienen zwei hölzerne Schlegel, die an der Spitze mit Kautschuk überzogen sind. (Musikinstrumente finden Sie unter www.african.de) |
| Bantu |
von ban-tu: Menschen. Sammelbezeichnung für verschiedene Ethnien im südlichen und äquatorialen Teil Afrikas, die eine der Bantusprachen sprechen. Ihre Zahl wird auf etwa 100 Millionen geschätzt. Die Vorfahren der Bantusprecher kamen vermutlich aus dem Gebiet des heutigen Kamerun bzw. Nigeria und zogen von dort südwärts. Die am weitesten verbreitete Bantu-Sprache ist Suaheli oder Swahili. Die wichtigsten bantusprachigen Ethnien sind die Nguni, Sotho, Ambo, Kikuyu, Tswana und Zulu. |
| Baobab |
auch Affenbrotbaum. Er gehört gehört zu den massigsten Bäumen. Der Durchmesser seines Stamms kann neun Meter, seiner Krone 45 Metern erreichen. Das saure Fruchtmark der gurkenförmigen Frucht wird zur Bereitung von Getränken verwendet, die fetthaltigen Samen sind essbar. Die Rinde des Baumes liefert starke Fasern. |
Benin,
Königreich von |
Staat im Westen Afrikas im heutigen Nigeria. Residenzstadt war das heutige Benin (Stadt). Das Königreich wurde wahrscheinlich von dem Volk der Edo im 12. Jahrhundert gegründet und von Königen regiert, die zunächst Heerführer waren, später zunehmend religiöse Bedeutung bekamen, bis sie schließlich als Gottkönige verehrt wurden. Unter dem König Ozolua (um 1480 bis 1504) entwickelten sich zwischen Benin und Portugal Handelskontakte und diplomatische Beziehungen. |
| Berber |
Sammelbezeichnung für die berberisch sprechenden Ethnien in großen Teilen Nordafrikas, wie z.B. die Kabylen, die Rif, die Guanchen, die Tuareg, die Shluh, die Mzab oder die Jerba. Die Bezeichnung Berber fand über das Arabische Eingang in die europäischen Sprachen. Das arabische Wort wiederum geht auf das Lateinische barbarus zurück. |
| Beschneidung |
Bekannt als chirurgischer Eingriff, bei dem die Vorhaut des Mannes entfernt wird (siehe auch männliche Beschneidung). Beschneidungen sind unter vielen Völkern Afrikas, Amerikas, Arabiens, des Malaiischen Archipels, Neuguineas, Australiens und der Inseln des Pazifik meist als Initiationsriten, aber auch aus angeblich gesundheitlichen Gründen z.B. in den USA weit verbreitet. Durch die Mirgration nimmt ihre Bedeutung auch in Europa wieder mehr zu. Weibliche Beschneidung siehe unter Infibulation und Klitorisbeschneidung. |
| Biafra |
Bezeichnung für die Ostregion Nigerias, die sich 1967 von Nigeria unabhängig erklärte und bis 1970 als unabhängiger Staat existierte. (Mehr Informationen unter Länderbeschreibung) |
| Buschmänner |
auch San. Weitgehend untergegangene Sammler- und Jägergesellschaft in der Kalahari Botswanas und Namibias. Sie verfügten über ein komplexes religiöses System, bei dem vor allem der Verehrung des Mondes besondere Bedeutung zukam. In ihrer Mythologie ist die Erde aus der Vereinigung von Mond und Sternen hervorgegangen. Die San verehren die Sterne als die Lagerfeuer ihrer Verstorbenen. Die Felsbilder der San im südlichen Afrika zählen zu den ältesten Zeugnissen menschlicher Kultur. |
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| Compound |
Ansammlung von Häusern, die einen Hof bilden. |
| Coucou |
westafrikanischer Tanz, besonders im Senegal und Gambia. |
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| Dämonen |
Anders als im christlichen Verständnis sind Dämonen nach afrikanischer Auffassung für ausgleichende Gerechtigkeit zuständig. Sie gelten als machtvolle Geister, die jedem das Los zukommen lassen, das ihm gebührt. |
Djembé, Djembe,
oder Jembe |
Die Djembé ist traditionell ein Instrument der Mande-Völker Bambara und Malinke. Von ihren Siedlungsgebieten hat sie sich seit den 60er Jahren in einem regelrechten Siegeszug über ganz Westafrika bis nach Südafrika und in den letzten Jahrzehnten auch in Europa und Amerika ausgebreitet. Sie besitzt einen becherförmigen Resonanzkörper aus Holz und eine aufwendige Fellbespannung - früher überwiegend aus Antilopenfell, heute aus Ziegenleder. (Musik-instrumente finden Sie unter www.african.de) |
| Dogon |
Eigenbezeichnung Kado, auch Habbe, Habe. Eine in Südmali und in geringen Teilen in Burkina-Faso ansässige Ethnie, die sprachlich zur Gur(Volta)Gruppe gehört. Etwa 250.000 Menschen leben in zahlreichen kleinen Dörfern, die vornehmlich an den Steilhängen des Bandiagara-Hochlandes in der Nigerschleife erbaut sind. Eine wichtige Rolle spielt das Handwerk, vor allem die Holzschnitzerei. Die Religion kennt einen ausgefeilten Ahnenkult, in diesem Zusammenhang wird alle 60 Jahre das Maskenfest Sigi abgehalten. Die Mythologie der Dogon ist äußerst vielschichtig. Berühmt sind die komplexen variantenreichen Schöpfungs- und Urzeitmythen, in denen der Ursprung des Alls vom Schöpfergott Amma ausgeht. Eine wichtige Rolle als Kulturheros spielt der Schmied der Urzeit, der den Menschen Feuer, Kulturgüter und den Feldbau gebracht haben soll. |
Dogon-
Darstellungen |
haben eine stark stilisierte Form der Darstellung entwickelt. Schon die einfachsten Gebrauchsgegenstände, Gravuren und Zeichnungen haben bei den Dogon tiefe, kosmische Bedeutung. |
| Dunun |
westafrikanisches Trommelset, bestehend aus drei Basstrommeln: Kenkeni, Dununba und Sangbar. |
| Dununba |
große Basstrommel innerhalb des Dunun-Trommelsets. (Musikinstrumente finden Sie unter www.african.de) |
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| ECOWAS |
Wirtschaftsgemeinschaft der Westafrikanischen Staaten. |
| Ethnie |
griechisch ethnos: Volk. Eine Gruppe, die sich der Zugehörigkeit zur selben Kultur bewusst ist. Eine genaue Definition von Ethnie ist allerdings nicht möglich, da jede dieser Personengruppen ihrem ethnischen Selbstverständnis andere Kriterien zugrunde legt. Solche Kriterien können die gemeinsame Sprache, eine gemeinsame reale oder vorgestellte Abstammung, gemeinsame Geschichte, gemeinsame Sitten und Bräuche und vieles mehr sein, was sie von anderen Gruppen unterscheidet. |
| Ethnologie |
Jene Abteilung der Antropologie, die sich mit der Analyse der systemantischen Interpretation heutiger Kulturdaten befasst. Häufig wird sie der Ethnografie gegenübergestellt, die sich auf die beschreibende Aufszeichnung heutiger Kulturen beschränkt. |
| Ewe |
afrikanische Ethnie mit rund zwei Millionen Angehörigen im östlichen Ghana, im südlichen Togo und im südlichen Benin. Die Ewe sind in zahlreiche kleine Fürstentümer aufgespalten. Die Abstammung folgt der väterlichen Linie, ist also patrilinear. Ein Großteil des materiellen Besitzes gehört der Allgemeinheit. Traditionell glaubten die Ewe an einen Schöpfergott Mawu und verehrten Ahnen und Geister. Von besonderer Bedeutung dabei waren und sind Besessenheitsrituale. Dabei müssen die von einem Geist ergriffenen Personen versuchen, den Geist durch das Errichten einer Kultstätte zu bannen und ihn in ekstatischen Tanzritualen zu verkörpern. Die Besessenen treten so rituell als Mittler zwischen der bekannten Welt und der bedrohlichen Welt der Ahnen und Geister auf. |
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| Federarbeiten |
finden sich, im Unterschied zum einfachen Federschmuck, der praktisch in allen Kulturen verbreitet ist, vor allem in Regionen, die sich durch eine bunt gefiederte Vogelwelt auszeichnen. Sie dienen als Rang- und Gruppenabzeichen, als Schmuck, Bekleidung, Geld und schließlich als Kultgerät. In Afrika werden Federarbeiten fast ausschließlich als Attribute für Masken verwendet oder auch als Maskengewänder und als kronenartige Maskenaufsätze. |
| Fetisch |
Das Wort ist eine Ableitung des portugisischen Ausdrucks "feitico", der wiederum lateinischen Ursprungs ist und soviel wie "Objekt, von der Hand des Menschen gemacht" bedeutet - also eigentllich gleichbedeutend mit "Artefakt". Im neueren Sprachgebrauch vermeidet man die - unbegründeterweise etwas negativ wertende - Formulierung und verwendet dafür neutralere "Zauberfigur" oder "magische Figur" im Unterschied zu einer Ahnenfigur. |
| Fetischismus |
religiöse Praxis, bei der unbelebten Gegenständen übernatürliche Kräfte zugeschrieben werden. Diese Gegenstände werden als Fetische bezeichnet und zum eigenen Nutzen oder zum Schaden Zweiter durch verschiedene Praktiken aktiviert. Zu diesen Praktiken zählt die Magie, oft in Verbindung mit begleitenden Zeremonien und Ritualen. Bei dem Fetisch selbst handelt es sich oft um eine Figur aus Ton, Stein, Holz, Glas oder einem anderen Material, mittels derer ein vergöttlichtes Tier oder ein bestimmter Gegenstand dargestellt wird. Oft handelt es sich um den Pelz, die Federn, das Haar, einen Knochen oder einen Zahn eines Schutztieres. Mit unter handelt es sich auch um das Tier selbst oder um einen Baum, Fluss, Felsen oder Ort, mit dem der Schutzgeist nach Meinung des Fetischisten in Verbindung steht. Früher nahm man an, der Fetischismus werde nur in Westafrika praktiziert; heute weiß man dagegen, dass er in der ganzen Welt verbreitet ist. |
Fruchtbarkeits-
puppen |
Solche Objekte werden von einer Vielzahl von Ethnien hergestellt. Mädchen und Frauen verwenden sie, um gesunde Kinder zu bekommen (bzw. um überhaupt fruchtbar zu sein). Sie werden häufig im oder am Gewand getragen, aber auch zu Hause aufbewahrt. Sie werden aber auch für die Beschwörung einer erfolgreichen Jagd eingesetzt. |
| Fufu |
typische westafrikanische Spezialität aus Yams-Wurzeln (Togo) oder Hirse (Senegal). Ähnelt unserem Kartoffelbrei. |
| Fulbe |
auch Fula, Fulani, Peul oder Toucoleur. Volk in Afrika. Die Bevölkerung der Fulbe umfasst etwa sieben Millionen Menschen, die sich in meist größeren Gruppen über die Savannengebiete Westafrikas, vom Senegal und Guinea über Nigeria und Kamerun bis in den Tschad verteilen. |
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| Gele |
kunstvoll gewickeltes Kopftuch der afrikanischen Frauen. |
Geschnitzte Holztüren
(im Süden) |
waren nur in den Häusern der Herrscherfamilien anzutreffen. Die mit Reliefs verzierten Türen waren ausschließlich den Häuptlingen vorbehalten. |
| Ghana |
auch Gana. Mittelalterliches westafrikanisches Reich im heutigen Mauretanien und Mali, erstmals im 8. Jahrhundert von arabischen Gelehrten erwähnt. Archäologische Funde bezeugen jedoch, dass das Reich bereits weit vor diesem Zeitpunkt bestand. |
| Griot / Griots |
man könnte sie im weitesten Sinn als Wort- und Redekünstler bezeichnen. Sie treten bei wichtigen Feierlichkeiten wie Geburt, Hochzeit oder Begräbnis auf. Das Aufgabengebiet der Griots ist weit gefasst. Ihre Stellung innerhalb des hierarchisch strukturierten Berufsstands hängt von ihrer Abstammung und damit verbunden davon ab, welche Tätigkeit sie für wen ausüben. Sie arbeiten als Musiker, Sänger, Redner, Mittler und Chronisten, dienen aber auch als Sprachrohr hoch gestellter Persönlichkeiten und politischer Machthaber, deren Prestige dadurch steigt. |
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Hadza auch Hadzabe,
Hadapi, Kindiga, Tindiga, Wakindiga, Kangeju |
eines der letzten Ureinwohnervölker in Ostafrika. Wie die San des südlichen Afrika sprechen sie eine Sprache mit Klicklauten. Die Hadza leben vom Jagen und Sammeln in der Savanne. Sie kennen weder soziale Hierarchie noch kriegerische Auseinandersetzungen. Sie fühlen sich als ein Teil der Gruppe, in der sie leben. Alle sehen sich als Glieder in der Kette der Generationen, in der sie ihre Werte und Erfahrungen im Umgang mit der Natur seit Jahrtausenden weitergegeben haben. |
| Haussa |
Bevölkerungsgruppe im Nordwesten Nigerias und im Südwesten von Niger, der etwa 15 Millionen Menschen angehören. Die Sprache der Haussa (das Haussa), zählt zu den tschadischen Sprachen. Doch haben die Haussa viele Elemente aus anderen Sprachen, vor allem aus dem Arabischen, übernommen. Das Haussa wird auch von anderen westafrikanischen Ethnien als Lingua franca, als Handels- und Verkehrssprache, gesprochen. |
| Herero |
auch Ovaherero, ursprünglich Hirtenvolk im zentralen und nördlichen Namibia. Durch die Deutsche Kolonialmacht stark dezimiert. |
| Hereroaufstand |
1904 kam es im Ausrottungskrieg der deutschen Kolonialmacht des damaligen Deutschsüdwestafrika zur Schlacht am Waterberg. Lediglich ein Viertel der ehemals 80 000 Herero überlebte. Ihr Land wurde von den Deutschen konfisziert, so dass sie bis heute hauptsächlich als Farmarbeiter ihr Auskommen suchen müssen. Wenige Hereros leben heute traditionell. |
| Himba |
Nachfahren der Hereros leben heute im Kaokaland am Rand der Kalahari und haben eine außergewöhnliche schöne Körperkultur entwickelt. |
| Hogon |
eine übergeordnete Instanz bei den Dogon, ein religiöser Führer, der auch richterliche Befugnisse hat. Das traditionelle politische System der Dogon kennt keine Zentralgewalt. Die wichtigsten sozialen und politischen Organisationsformen der Dogon sind die erweiterten Familien und die Patrilineages, sowie die von einem Ältestenrat geleiteten Dörfer. |
| Hottentotten |
Früher bezeichnete man die Khoikhoin auch mit dem abwertenden Begriff Hottentotten, der vermutlich von einem Afrikaans-Wort abgeleitet ist und "Stotterer" bedeutet. |
| Hünengrab |
große Megalith- und Hügelgräber sowie Dolmen aus dem Neolithikum finden sich in Nord- und Westeuropa, im Mittelmeerraum, in Vorder- und Ostasien sowie im Norden und Westen Afrikas. |
| Hutu |
Feldbauern, die den Großteil der Bevölkerung in den traditionellen Staaten des Gebiets zwischen dem Victoriasee und der Seenkette im westlich davon gelegenen Rift Valley im östlichen Zentralafrika, also im heutigen Ruanda und Burundi, stellen. Der im April 1994 von neuem entfachte Bürgerkrieg zwischen der regierenden Hutu-Mehrheit und den Angehörigen der Tutsi führte zu einer der größten Fluchtbewegungen der afrikanischen Geschichte (siehe auch Tutsi). |
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| Ife |
Stadt im Südwesten Nigerias im Bundesstaat Oyo. Sehenswert sind das Museum of Ife Antiquities mit Bronzen und Terrakotten der Yoruba sowie das Museum des Instituts für Afrikastudien. Ife ist eine der ältesten Städte der Yoruba. Diese nehmen an, dass die Stadt der Geburtsplatz der Menschheit ist und betrachten Ife deshalb als heilige Stadt. Hier befindet sich der Sitz des geistlichen Oberhauptes der Yoruba (Oni). |
| Igbo auch Ibo |
vor allem im Südosten der Bundesrepublik Nigeria, östlich des Unterlaufs des Nigers ansässige Ethnie mit etwa 16 Millionen Angehörigen. Mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 18 Prozent zählen die Ibo neben den Yoruba und Haussa zu den stärksten ethnischen Gruppen Nigerias. Ihre Sprache, Igbo, gehört zu den Kwa-Sprachen. |
| Impala |
schlanke afrikanische Antilope, die von Kenia bis nach Südafrika verbreitet ist. |
| Infibulation |
Nach der Klitorisbeschneidung der Frauen werden oftauch die inneren Schamlippen entfernt und die äußernen Schamlippen nach ganzer oder teilweiser Entfernung zusammengenäht bzw. mit Dornen zusammengesteckt. Es bleibt nur eine kleine stecknadelkopfgroße Öffnung, durch die Urin und Menstruationsblut - nur langsam - abfließen können. Diese Art von Beschneidung ist die häufigste Form und wird, vermutlich auf Grund ihrer Herkunft und langen Tradition, auch Pharaonische Beschneidung genannt. Geschlechtsverkehr und Entbindung sind für so beschnittene Frauen sehr schmerzhaft. Hinzu kommen unhygienischen Bedingungen wie rostige Rasierklingen oder Messer, Glasscherben, scharfe Steine und das Benutzen dieser Instrumente für mehrere Mädchen nacheinander an einem Tag. Infektionen führen zu Tetanus, AIDS oder zum Stau von Urin und Menstruationsflüssigkeit und häufig zum Tod der Mädchen und Frauen. Nach Schätzungen von UNICEF sind 130 Millionen Frauen und Mädchen an ihren Genitalien verstümmelt. Jährlich sind mindestens 2 Millionen Mädchen von einer Verstümmelung beroht. |
| Initiation |
lateinisch initium: Eintritt, Eingang, Anfang. Bezeichnung für alle einführenden Weiheriten. Initiationsriten finden bei der Aufnahme in Stammestraditionen, Totemgruppen, Altersklassen, Geheimbünde bzw. -kulte, Bruderschaften, Mysterienreligionen und bei Beschneidungen statt. |
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| Kandelaber-Modell |
Eine der drei Hypothesen über die Entwickilung des Menschen, auch als "Theorie der regionalen Kontinuität" bekannt. Danach stammt der moderne Mensch von Homo erectus ab, der in Afrika, Europa und Asien lebte. Die unter dem Namen "Arche-Noah-Theorie" bekannte Gegenhypothese geht davon aus, dass der moderne Mensch aus einem einzigen Gebiet Afrikas stammt. |
| Kaurimuschel |
so schön, dass sie als Schmuck in diversen Varianten dienen (Armbänder, Ketten, Kleider, Intarsien), aber auch eine frühe Form des Geldes - in machen Teilen Afrikas bis heute. |
| Kenia-Trommel |
an ihren flachen Körper mit beidseitiger Ziegenlederbespannung sind zwei Schlegelchen angeknüpft. (Musikinstrumente finden Sie unter www.african.de) |
| Kenkeni |
kleine Basstrommel innerhalb des Dunun-Trommelsets. (Musikinstrumente finden Sie unter www.african.de) |
| Khoikhoin |
auch Hottentotten. Ein Nomadenvolk im Süden Namibias und Südwesten Südafrikas. Verwand mit den Buschmännern / San. |
| Klitorisbeschneidung |
Form der Verstümmelung der weiblichen Geschlechtsorgane zu religiösen oder rituellen Zwecken, häufig als Teil eines -> Initiationsritus. Dabei werden Teile der Klitoris sowie der großen und der kleinen Schamlippen entfernt. Manchmal wird auch eine -> Infibulation vorgenommen, bei der die Schamlippen bis auf eine kleine Öffnung zugenäht werden, durch die Urin und Menstruationsblut abfließen können. Die Klitoris ist äußerst empfindlich und spielt eine sehr wichtige Rolle bei der sexuellen Erregung der Frau. Abgesehen von religiösen oder rituellen Gründen hat die Klitorisbeschneidung daher ganz deutlich auch die Funktion, sexuelle Wünsche der Frau auszuschalten, damit außerehelichen Sex zu kontrollieren und die Frau in Passivität zu halten. |
| Knagogi |
afrikanische Doppelglocke aus Eisen. Sie wird auch im brasilianischen Straßensamba gespielt und hat einen offenen, hellen Klang. (Musikinstrumente finden Sie unter www.african.de) |
| Königinmutter |
In den meisten afrikanischen Stämmen stand sie dem König gleichberechtigt zur Seite. Sie hatte oft die Entscheidungsgewalt und große Macht. Eine Königinmutter galt als die Mutter aller Könige, im übertragenen Sinn. Es handelt sich bei dieser Bezeichnung viel mehr um ein Amt als um einen Familienstand. Nur in seltenen Fällen war sie auch wirklich die Mutter des Königs. |
| Kopfstützen (Südafrika) |
Hölzerne Kopfstützen sind sehr persönliche Gebrauchsgegenstände, die je nach Clan bestimmte Formen und Muster aufweisen. Werden oft als Verbindung zu den Ahnen verwendet |
| Kora |
Musikinstrument der Griots in Westafrika, eine Art Harfe, die aus einer Kalebassenhälfte, einem Kuhfell und 21 Saiten gefertigt ist. (Musikinstrumente finden Sie unter www.african.de) |
| Kpanlogo-Trommel |
westafrikanische Trommel mit warmem, runden Klang. Der handgefertigerte Körper wird mit Ornamenten geschmückt und mit Ziegenleder bespannt. Typisch für die Kpanlogo ist die klassische Pflockbespannung. (Musikinstrumente finden Sie unter www.african.de) |
| Kraal auch Kral |
Bezeichnung für die charakteristische Rundsiedlungen vieler afrikanischer Ethnien besonders im südlichen Afrika, so etwa der Südostbantu. Dabei sind die Behausungen kreisförmig um ein oft ebenso Kraal genanntes Viehgehege angeordnet, das das markante Zentrum der Siedlung bildet. |
| Kunst - afrikanische |
hier sind in der Regel nur bestimmte Kategorien gmeint. Andere fallen außerhalb des geografischen, künstlerischen oder sammerlischen Rahmens. Nur an Schöfungen jener Völker die südlich der Sahara leben ist hier gedacht. Ausgeklammert sind das alte Ägypten und der gesamte nordafrikanische Raum. |
| Kunst - dekorative |
Sammelbegriff für Objekte, die weder für den Kult hergestellt, noch in ihm verwendet, sonder in der Regel für den Kunstmarkt gefertigt werden. Dabei kann es sich entweder um Kopien echter Kunstwerke oder aber um Phantasieprodukte handeln. Hier handelt es sich im weitesten Sinn ebenfalls um sogenannte Auftragsarbeiten. |
| Kunst - moderne |
Zum Unterschied von der traditionellen afrikansichen Kunst, die fast ausschließlich religiösen Charakter trägt, fällt die moderne afrikanische Kunst unter den Begriff l´art pour l´art, wird also um ihrer selbst willen geschaffen, d.h. in der Regel für den Kunstmarkt und nicht für den kultischen Gebrauch. |
| Kunst - Moderne afrikanische Malerei |
ist vielschichtig und beinhaltet neben ähnlichen mythologischen Umsetzungen eine bunte Palette möglicher Ausdrucksformen. Diese reichen von einfacher und witziger Plakatmalerei (z.B. Friseur-Reklame) über politische Satire und religiöse Anspielung bis zu abstrakten, meist von moderner westlicher Kunst inspirierte Formen. Anleihen aus der traditionellen afrikansichen Kunst werden nur selten vorgenommen - dazu ist der Künstler längst geistig und emotional zu weit entfernt - somit bewegen sich die Künstler meist auf einer formalen Ebene, vergleichbar den Avantgardisten der modernen westlichen Kunst. |
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| Liberté |
westafrikanischer Tanz, besonders im Senegal und Gambia. |
| Lucy |
Name, den die Entdecker und Ausgräber einem fossilen Skelett gaben, dass 1974 in Äthiopien gefunden wurde. Es ist das vollständigste Exemplar eines Australopithecus afarensis, über drei Millionen Jahre alt, und gehört einem nur knapp 1,10 Meter großen, erwachsenem, vermutlich weiblichen Individuum. |
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| Maghreb |
arabisch: Westen, im Unterschied zu Maschrek, der nicht mehr gebräuchlichen Bezeichnung für den arabischen Osten. Bezeichnung für den Westen der arabisch-muslimischen Welt: Marokko, Algerien und Tunesien. Mit Libyen und Mauretanien zum so genannten Großen Maghreb zusammengefasst. |
| Magischer Gegenstand |
werden von Medizinmännern oder Zauberern hergestellt. Im Vordergrund steht nicht die Schönheit sondern die funktionelle Gestaltung. Je mehr Machtmaterialien miteinander verbunden werden, desto wirkungsvoller ist das Objekt. Teile von Tieren oder Pflanzen tragen immer deren Energie und spezielle magischen Eigenschaften in sich. Die tieferen Bedeutungen werden überlicherweise geheimgehalten. |
| Mali, Reich |
westafrikanisches Reich im 13. und 14. Jahrhundert. Das Reich Mali war das zweite und größte dreier sich einander ablösenden Reiche (nach Ghana 700-1240 und vor Songhai 15.-16. Jahrhundert). (Mehr unter Länderinformationen) |
| Malinke |
auch Maninka. Ethnische Gruppe deren Siedlungsgebiet sich über Teile von Guinea, Elfenbeinküste, Mali, Senegal, Gambia und Guinea-Bissau erstreckt. Wunderschöne Rhythmen und Gesänge. Heimat der Djembé. |
| Mangala |
Sammelbegriff für eine Vielzahl von Brettspielen, die in Afrika, Asien und anderen Teilen der Erde gespielt werden. Die Bretter bestehen im Allgemeinen aus Holz. Viele sind kunstvoll geschnitzt und mit Mustern verziert. Ist kein Brett vorhanden, wird Mangala auch einfach auf Flächen gespielt, in die man kleine Vertiefungen machen kann, z.B. Sand, Dreck, Erde, Schlamm. Es werden 72 Spielsteine benötigt, die aus Samen, Perlen, Nüssen, Kieselsteinen oder Ähnlichem bestehen können. Es sieht wie ein einfaches Spiel aus, ist aber letztendlich sehr vielschichtig und raffiniert. Es gibt viele Belege, dass die Ägypter diese Spiele bereits 1000 Jahre v.Chr. gespielt haben. |
| männliche Beschneidung |
auch als männliche Genitalverstümmelung - MGM - bezeichnet. Ähnlich wie bei der weiblichen Beschneidung gibt es bei vielen Völkern sehr unterschiedlche Bräuche - vom einfachen Einritzen der Vorhaut als symbolischer Akt in der Initiation, über das radiäre Entfernen der gesamten Vorhaut bis zur Schälung des Penis mit unvorstellbaren Nebenwirkungen. |
| Manyaga-Rassel |
Klanginstrument aus Holz und beidseitig mit unterschiedlicher Anzahl flachgeklopftern Kronkorken versehen. Es ergibt einen silbrigen Klang. (Musikinstrumente finden Sie unter www.african.de) |
| Marimba |
afrikanisches Daumenpiano, warm und tieftönend. Die Klangzungen werden mit dem Daumen gezupft, als Resonanzkörper dient eine Kürbisfrucht. Die Tonhöhe kann durch Verschieben der Matallzugen unter der Halteleiste verändert werden. (Musikinstrumente finden Sie unter www.african.de) |
| Masken - Brettmasken |
In Burkina Faso lebt das Volk der Mossi, das schon vor einigen Hundert Jahren zum Islam übergetreten ist. Da der islamische Glaube Portraitdarstellungen verbietet, sind die Maskengesichter sehr starkt auf das Wesentliche reduziert. Die Masken gelten alle als Eigentum des Erdgeistes. |
| Masken - Dan |
Der religöse Geheimbund der Dan Ngere-Stämme, die an der Elfenbeinküste beheimatet sind, bedient sich der Maske Dan. Als Maskenmutter stellt sich das Idealbild einer schönen Frau dar. Sie hat verschiedene Aufgaben und zeigt oft die typischen Narbentätowierungen und die feinen Gesichtszüge. |
| Masken - Fang |
meist weiß und streng geometrisch. Die weiße Farbe versinnbildlicht ihren Bezug zu den Geistern. |
| Masken - Initiationsmasken |
haben vielfältige Verwendungsmöglichkeiten. Sie werden entweder vonden Initianten selbst getragen, oder die Leiter des Einweihungsrituals tragen sie. |
| Masken - Mythischer Vogel (Westafrika) |
Typisch ist die Mischung von menschlichen und tierischen Gesichtszügen. Generell gehört die Maske aber dem Geist oder Gott, den sie darstellen soll. Deshalb wird ihr auch die gleiche Ehrerbietung zuteil, wie dem angebeteten Wesen selbst. Der Träger genießt im täglichen Leben hohes Ansehen. |
| Massai auch Masai |
Ostafrikanische Halbnomaden der Trockensavanne im Süden Kenias und Tansanias. Ihre Sprache, das Massai, zählt zur nilohamitischen Sprachgruppe. Man schätzt die Massai auf rund eine Viertelmillion Menschen. Ihre traditionelle Wirtschaftsweise beruhte auf der Rinderzucht im Hochland Kenias, auf dem sie ihre Herden frei weiden ließen. Hauptnahrung ist Kuhmilch und Rinderblut. Sie tauschten aber auch pflanzliche Nahrung von ihren Ackerbau treibenden Nachbarn ein. |
| Matrilineage |
von lateinisch mater: Mutter, und linia: Linie. Bezeichnung für ein Sozialsystem, bei dem die Abstammung über die mütterliche Linie festgelegt wird, so dass alle Kinder zum Clan der Mutter gehören (matrilinear). Dieses System bestimmt oft auch die Erbfolge sowohl bei materiellem Besitz als auch bei sozialen Vorrechten. |
| Migration |
Wanderungsbewegungen von Menschen. |
| Monotheismus |
Glaube an einen allmächtigen Schöpfergott (vergl. Polytheismus, Animismus und Totemismus). |
| Muster - dreifache Kreise |
stehen für Großmut, Standhaftigkeit und Sorgfalt. |
| Muster - Zickzacklinien |
signalisieren Weisheit und Vorsicht. |
| Mutter-Kind-Darstellungen (Westafrika) |
Durch das Abbild der Urmutter konnten die magischen Qualitäten eines Gebrauchsgegenstandes erhöht werden. Frauenbildnisse eigneten sich in besonderem Maße für rituelle Zwecke, da ihnen eine besonders hohe Moral zugeschrieben wurde. Sie spiegeln die verdeckte Macht der Frauen wider. |
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| Nok-Kultur |
Überreste einer Eisen verarbeitenden Kultur im heutigen Nigeria, etwa zwischen 500 v.Chr. und 300 n.Chr. |
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| OAU |
Organisation für Afrikanische Einheit wurde 1963 in Addis Abeba (Äthiopien) gegründet. Im September 1999 bekundeten Staats- und Regierungschefs von 43 Mitgliedsstaaten der Organisation bei einem Gipfeltreffen ihre Absicht, sich im Jahr 2001 zu einer "Afrikanischen Union" zusammenzuschließen. Zugleich vereinbarten sie die Gründung gemeinsamer Institutionen wie Parlament, Gerichtshof, Zentralbank und Währungsfonds. Keine Zustimmung fand der Vorschlag des libyschen Revolutionsführers Muammar al-Gaddhafi, den gesamten Kontinent nach dem Vorbild der USA zu den "Vereinigten Staaten von Afrika" zu formieren. |
| Oba / Fon |
im Süden Nigerias und in Benin gebräuchlich für König oder oberster Stammesfürst. |
| Obervolta |
frühere Bezeichnung von Burkina Faso, benannt nach der Region am oberen Volta. (siehe auch Länderinformationen) |
| Ogun |
Gott des Eisens und der Metalle, Patron der Autofahrer; aus der Ifa-Religion. |
| Okkultes |
Verborgenes oder geheimes Wissen, meist über das Übernatürliche, starkt mit Geheimriten und -zeremonien verbunden. |
| Opon |
Orakelbrett eines Babalawo. |
| Orientalistik |
Gesamtheit der Wissenschaften von Sprachen und Kulturen des Orients. Zu ihr gehören u.a. Afrikanistik, Ägyptologie, Arabistik, Indologie, Semitistik (Semitische Sprachen), Sinologie und Turkologie. |
| Orisha |
einer von 400 Göttern der Ifa-Religion, männlich oder weiblich |
| Oromo |
auch Galla, aus zahlreichen Einzelgesellschaften bestehendes afrikanisches Volk. Etwa 20 Millionen Oromo leben in einem Gebiet zwischen Zentraläthiopien und dem Fluss Sabaki in Kenia. In Äthiopien stellen sie mit mehr als 13 Millionen Angehörigen die größte ethnische Gruppe. |
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| Patina / Opferpatina |
Da viele Objekte afrikansicher Kunst beopfert werden müssen (Ahnenfiguren, Zauberfiguren, bestimmte Masken), damit die dahinterstehende Kraft nicht erlischt bzw. sich nicht gegen den Opfernden wendet, entsteht an ihnen eine mehr oder weniger dicke Schicht einer Masse, die sich aus den Relikten der geopferten Substanzen zusammensetzt: Lebensmittel, Tierblut etc. |
| Patrilineage |
von lateinisch pater: Vater und linia: Linie. Bezeichnung für ein gesellschaftliches Ordnungssystem, bei dem die Abstammung durch die väterliche Linie bestimmt wird und alle Kinder den Namen des Vaters tragen oder zu seinem Clan gehören (Patrilinearität). Oft werden auch materielle Güter und soziale Privilegien über die männliche Linie weitervererbt. |
| Polytheismus |
Glaube an zahlreiche Götter (vergl. Monotheismus, Animismus und Totemismus). |
| Primogenitur |
Eine Sonderform der Erbfolge, bei der der älteste Sohn Alleinerbe ist. |
| Pygmäen |
griechisch pygmaios: eine Faust lang, zwergenhaft. Bezeichnung für klein gewachsene dunkelhäutige Menschen, unter 152 Zentimetern. Bereits Homer erwähnte Pygmäen. Für Herodot galt das Land südlich von Afrika als die Heimat dieser Menschen. Heute werden zu den Pygmäen Menschen im tropischen Regenwald Zentralafrikas, auf Malacca (die Senang), den Philippinen (z. B. die Aeta), im zentralen Neuguinea (verschiedene Völker) und auf den indischen Andamanen gerechnet. |
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| Regenwald |
überwiegend immergrüner Wald der tropischen Zone der Erde. Die größten noch intakten Bestände befinden sich im Amazonasbecken, in Südostasien und im Kongobecken in Afrika. Nach Angaben der Vereinten Nationen geht die Fläche weltweit derzeit jährlich um etwa 0,8 Prozent zurück. |
| Religion |
System des Glaubens und der Anbetung. |
| Rhodesien |
heute Simbabwe. (siehe auch Länderinformationen) |
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| Sabar |
Traditioneller Frauentanz Senegals, meist mit Djembé-Begleitung. Gehört zu den populärsten westafrikanischen Tänzen. |
| Sahel |
Übergangszone zwischen der trockenen Sahara im Norden und den feuchteren, tropischen Regionen im Süden (Mauretanien, Senegal, Somalia). Die Vegetation besteht vorwiegend aus relativ karger Gras- und Dornstrauchsavanne. |
| Sakara |
tamburinartige Rahmentrommel aus gebranntem Ton mit Ziegenhaut bespannt, tiefer, warmer Klang. (Musikinstrumente finden Sie unter www.african.de) |
| San |
Buschmänner. |
| Sangba |
mittlere Basstrommel innerhalb des Dunun-Trommelsets. (Musikinstrumente finden Sie unter www.african.de) |
| Sarazenen |
griechisch Sarakenoi. Ursprünglich der Name eines nordarabischen Stammes, der in antiken Schriften erwähnt wird. In der Antike und im Mittelalter wurde die Bezeichnung allgemein auf alle Araber und andere muslimische Völker des Nahen Ostens ausgedehnt. Die Muslime aus dem Nordwesten Afrikas und aus Spanien wurden gemeinhin als Mauren bezeichnet. |
| Schrein |
Kästchen, Altar oder Kapelle zur Verehrung eines Heiligen oder Gottes. |
| Schwarzafrika |
Das Gebiet sündlich der Sahara, im Westen südlich des Senegal, im Osten etwa südlich der Staatsgrenze zwischen Ägypten und Sudan. |
| Shékere |
Netzrassel aus einer trockenen, ausgeleerten Kürbisfrucht, entweder mit Samen oder mit Keramikperlen umspannt. (Musikinstrumente finden Sie unter www.african.de) . |
| Simbabwe |
Staat im Süden Afrikas. Die große Ungleichheit in der Verteilung des Landbesitzes zwischen Schwarzen und Weißen führt immer wieder zu Unruhen. Ruinenstätte. Hauptstadt des Shona-Reiches. Im 12. Jahrhundert n. Chr. errichtet, mit einer etwa 300 Jahre währende Blütezeit. Im 19. Jahrhundert entdeckt. Man nahm zunächst an, dass es sich bei dieser Stadt um das Werk früherer Eindringlinge gehandelt hat. Archäologische Untersuchungen die aber immer noch nicht abgeschlossen sind, bestätigten jedoch das Alter der Stadt. Zimbabwe wurde von den direkten Vorfahren der Shona erbaut und gab dem heutigen Staat Zimbabwe den Namen. (siehe auch Länderinformationen) |
| Songhai |
westafrikanisches Volk und Reich am mittleren Niger, das seine größte Ausdehnung im 15. und 16. Jahrhundert erreichte. Die Songhai, die ursprünglich aus dem Nordwesten Nigerias stammten, vergrößerten ihr Herrschaftsgebiet im 8. Jahrhundert n. Chr. flussaufwärts und gründeten um 800 ein Reich. Die Hauptstadt Gao war ein florierendes Handelszentrum. Um 1000 traten die Songhai unter König Kossoi zum Islam über. Etwa 600.000 Songhai leben heute in Mali, Niger, Nigeria, Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste und Ghana. Sie betreiben Ackerbau, Viehhaltung, Fischerei und Jagd. Abstammung und Erbe sind patrilinear geregelt. |
| Suaheli auch Swahili oder Kiswahili |
Bedeutendste Verkehrssprache in Ostafrika. Das Sprachgebiet umfasst Tansania, Kenia, Uganda und den Osten der Demokratischen Republik Kongo (früher Zaire). Suaheli gehört zu den Bantusprachen und wird auch in Grenzgebieten benachbarter Länder gesprochen. Die Zahl der Muttersprachler beträgt ca. 5 Millionen. Der Name der Sprache geht auf das arabische Sawahili (Küstenbewohner) zurück. |
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- Talking Drum
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auch "sprechende Trommel", im Volksmund "tote Ziege, die spricht" oder auch Sanduhrtrommel genannt. Sie ist in ganz Afrika verbreitet, aber zur Perfektion brachten sie die Yoruba. Sie verwenden das Instrument zum Übermitteln von Nachrichten. Es wird heute sowohl traditionell als auch in der modernen Musik eingesetzt. Sofort erkennbar wird das Instrument durch die außen liegenden Stimmschnüre. (Musikinstrumente finden Sie unter www.african.de) |
| Tapu |
Nach Stammesglauben heilig und deshalb verboten. Wurzel des Wortes "Tabu". |
| Tierdarstellungen - Büffel |
Büffel werden in Afrika als äußerst machtvolle Tiere angesehen. Ihre Stärke, Kraft und Ausdauer flößen den Jägern Respekt ein. Verfügt ein Mensch über solche Eigenschaften, so wird er als Büffel bezeichnet, |
| Tierdarstellungen - Chamäleon |
wird im allgemeinen mit Weisheit verbunden. Das Chamäleon steht auch für die Fähigkeit, sich den Veränderungen der Welt anzupassen, da es seine Farbe wechseln kann |
| Tierdarstellungen - Elefant |
Der Elefant verkörpert immer den weisen Häuptling. Sein Charakter gilt als edelmütig. Die Tiere werden auch wegen ihrer Größe und Stärke bewundert. |
| Tierdarstellungen - Hase |
Der Hase verkörpert den Schwachen, der durch seine Klugheit anderen überlegen ist. Seine Schwäche ist die Ungeduld und Oberflächlichkeit. |
| Tierdarstellungen - Hyäne |
Hyänen werden als Verbündete von Zauberern und Hexen betrachtet. Einige Stämme glauben, dass Hexen sie als Transportmittel verwenden. |
| Tierdarstellungen - Leopard |
In vielen afrikanischen Ländern kommt dem Leoparden eine besondere Stellung zu, die eng mit magischen Vorstellungen verknüpft ist. Er genießt große Bewunderung wegen seines schnellen und sicheren Sprungs. Er ist Sinnbild von Kühnheit und List. |
| Tierdarstellungen - Löwe |
In der Vorstellung vieler afrikanischer Völker nimmt Gott die Gestalt eines Löwen an, wenn er sich den Menschen zeigt. Er hat große spirituelle und magische Kraft. |
| Tierdarstellungen - Nilpferd |
werden oft als Göttinnen angebetet und als große Mütter bezeichnet. Die Nilpferdgöttin gilt auch als Beschützerin der schwangeren Frauen und Babies. |
| Tierdarstellungen - Rinder |
genießen in ganz Afrika besonderes Ansehen, da Rinder oft als Zahlungsmittel und Brautpreis gelten. Kühe haben eine starke Verbindung zu Frauen in ihrer Rolle als Ernährerinnen. Stieren kommt eine kraftvolle und beschützende Rolle zu - sie stehen für das männliche Prinzip. |
| Tierdarstellungen - Schildkröten |
wird für klug und besonnen gehalten. Das hohe Alter, das sie erreichen kann, sichert ihr großen Respekt, wie er auch den Stammesältesten entgegengebracht wird. Sie gelten oft als Vertraute des Regengottes und der Wassergeister. |
| Tierdarstellungen - Schlange |
In Afrika genießen Schlangen im allgemeinen große Bewunderung und Achtung. Sie gelten als Boten der Ahnen oder werden selbst als Geistwesen betrachtet. Oft werden Schlangen auch als Lehrmeister der Heilkünste vereht. |
| Tierdarstellungen - Vögel |
werden bei allen afrikanischen Kulturen mit den Seelen in Verbindung gebracht. Gelten oft als Überbringender von Opfergaben an die Götter oder als Mittler. |
| Tierdarstellungen - Widder |
werden - je nach Region - mit der Sonne oder mit Männlichkeit und dem Donner in Verbindung gebracht. Der Widder verkörpert immer eine männlich aktive, teilweise auch angriffslustige Kraft. |
| Totem |
Ein Tier oder natürliches Objekt, das von einer bestimmten Verwandtschafsgruppe als eigenes Symbol oder Emblem angenommen wird. Bei einigen Kulturen gibt das Totemwesen als mit der Gruppe verwandt. |
| Totemismus |
Glaube von Stammesvölkern, dass sie von einem bestimmten Tier oder Pflanze abstammen, die sie als Schutzgeist betrachten (vergl. Monotheismus, Polytheismus und Animismus). |
| Tribal Marks |
Stammessymbole, ins Gesicht geritzte Narben, z.B. bei den Yoruba. |
| Tuareg |
berberische Ethnie, die in der westlichen und zentralen Sahara beheimatet ist. Nach Schätzungen leben heute etwa drei Millionen Tuareg, etwa die Hälfte davon in der Republik Niger, der Rest in Algerien, Tunesien, Mali, Libyen und Burkina Faso. Früher kontrollierten sie die Karawanenwege durch die Sahara und besteuerten die Waren. Sie beteiligen sich am Karawanenhandel. Eine weitere Einnahmequelle waren Überfälle auf benachbarte Ethnien, die ihnen Tribute zahlten. Durch die Ziehung und Überwachung staatlicher Grenzen im zentralen Saharagebiet wurde es für die Tuareg immer schwieriger, die traditionelle Nomadenwirtschaft auszuüben, bei der sie nur schwer Rücksicht auf Staatsgrenzen nehmen konnten. Familienverbände zerfielen; die Tuareg wurden in allen postkolonialen Staaten zu Minderheiten. Ehemalige Vasallen der Tuareg kamen an die Macht, die Tuareg verloren ihren politischen Einfluss fast gänzlich. In Mali und Niger kam es 1963 zu Aufständen der Tuareg, die von den Armeen dieser Länder niedergeschlagen wurden. Viele Tuareg starben während der Dürren in den siebziger Jahren unseres Jahrhunderts, da die Regierungen den Hunger als Kampfmittel gegen die Tuareg einsetzten. In der Folge dieser Hungerkatastrophen wanderten zahlreiche Tuareg in die Städte ab. In den neunziger Jahren nahm die Repression gegen die Tuareg vor allem in Mali und Niger erneut zu. |
| Tutsi auch Batutsi, Tussi, Watussi |
Bevölkerungsschicht, die aus der früheren Elite der traditionellen afrikanischen Königreiche des Zwischenseengebiets hervorgegangen ist (siehe auch Hutu). |
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| Urmutter (Westafrika) |
wird traditionell als eine auf einem Stuhl sitzende Gestalt mit großen Brüsten dargestellt. Von ihr werden reiche Ernte und Kindersegen erbittet. In früheren Zeiten wurden in allen afrikanischen Bereichen südlich der Sahara Muttergottheiten verehrt - sie ist eine mächtige Frau |
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| Volta |
wichtigster Fluss in Ghana. Er wird durch die Vereinigung von Schwarzem Volta und Weißem Volta im Zentrum des Landes gebildet. Beide Zuflüsse entspringen in Burkina Faso, das früher nach dem Fluss Obervolta genannt wurde. Der Fluss erhielt seinen Namen von portugiesischen Forschern aufgrund seines gewundenen Laufes (portugiesisch volta: Wende). |
| Voodoo auch Wodu |
Das Wort Voodoo stammt aus Togo: Ewe wudu bedeutet Schutzgeist, aber auch Gott. Voodoo verbindet Elemente des Katholizismus mit Stammesreligionen aus Westafrika (besonders Benin). Die im 18. Und 19. Jhdt. nach Südamerika und Karibik verschleppten Yoruba-Sklaven entwickelten, zunächst zusammen mit den katholischen Heiligen, mit ihrem alten Yoruba-Pantheon eine neue Religionsgemeinschaft, die sich vor allem im brasilianischen Condomblé und in den Vaudou-Tempeln Haitis manifestierte. Nach Westafrika zurückgewanderte ehemalige Sklavenfamilien brachten den neuen Glauben mit und bildeten dort Zentren, die aber wiederum durch die im ehemaligen Mutterland nun angetroffenen neuen einheimischen Kulte einem neuen Synkretismus sowie importierten Religionen (z.B. Islam und Hinduismus) ausgesetzt waren. In kunsthistorischer Sicht manifestierte sich der Voodoo vor allem in Figuren wie dem hindustischen Affengott Hanuman oder der Mami Wata. In den Voodoo-Kulten wird ein höchster Gott Bondye (französisch Bon Dieu: der gute Gott) verehrt. Daneben existieren jedoch weitere Götter, u.a. der Vermittler zwischen Göttern und Menschen Legba, der Fruchtbarkeitsgott Damballah (Schlange) und seine Gattin Ayida-Weddo, die Regenbogengöttin (Herrin der Himmelsschlange). Außerdem existiert im Voodoo ein ausgeprägter Ahnen- und Totenkult. Auch Geister, die so genannten Loa oder Orixa, werden angebetet. Loa variieren je nach Region. Bei ihnen handelt es sich um afrikanische Götterwesen, denen die Züge katholischer Heiliger oder auch Engel übertragen wurden. Weitere katholische Elemente des Voodoo sind Kerzen, Glocken, Kreuze, Gebete, das Taufritual sowie das Schlagen des Kreuzzeichens. Zu den afrikanischen Kultelementen gehören Tanz, Trommeln, der Zombie-Glaube und die Verehrung der Ahnen. Voodoo-Zeremonien werden von einem Priester, dem so genannten Houngan, geleitet oder von einer Priesterin, die Mambo genannt wird. Während des Rituals rufen die Gläubigen durch Trommeln, Tanzen und Singen die Loa herbei, damit sie von den Tänzern Besitz ergreifen. Jeder Tänzer verhält sich dann in einer für den Geist typischen Weise. Während sich der Tänzer in Trance oder Ekstase befindet, vollzieht er Heilungen und erteilt Weisungen. Man unterscheidet weißmagische (Umbanda) und schwarzmagische (Quimbanda) Riten. Bei blutigen Zeremonien werden Tiere geopfert (die vorher ihr "Einverständnis" gegeben haben müssen), um schwarzmagische Einflüsse zu brechen oder Gottheiten zu besänftigen. Praktiziert wird Voodoo heute vor allem in Haïti, aber auch in Kuba, Trinidad, Brasilien und dem Süden der USA (Bundesstaat Louisiana). |
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| Westafrika |
Das Gebiet südlich der Sahara, das im Westen etwa vom Senegal bis zur Zaire-Mündung, im Süden entlang der Küste bis nach Gabun und im Osten vom Tschadsee in undefinierter Linie nach Süden verläuft. |
| Wodaabe |
berberische Ethnie, ähnlich den Tuareg. Sie leben als Nomaden über Westafrika verteilt, v.a. in Teilen von Nigeria. Jährlich ein mal kommen sie zum Geerewol-Fest zusammen, einem Dankfest für den üppigen Graswuchs der Regenzeit. Besonders bekannt sind sie für ihre kunstvolle Gesichtsbemalung. |
| Wollodon |
gehört wie Sabar zu den populärsten westafrikanischen Tänzen. |
| Wolof auch Oulof, Jolof oder Djolof |
Sie sind eine im Senegal, aber auch in Gambia und Südmauretanien ansässige Ethnie mit schätzungsweise mehr als drei Millionen Angehörigen, die sich mehrheitlich zum muslimischen Glauben bekennen. Ihre Sprache, das Wolof, gehört zur nördlichen Gruppe der westatlantischen Sprachen. |
| Wrapper |
afrikanischer Rock, der aus einer Stoffbahn gefertigt wird, indem man den Stoff kunstvoll um den Leib wickelt, wird mit Bluse, meist aus dem gleichen Stoff, kombiniert getragen. |
| Wunder |
Ereignis oder Ereignisfolge außerhalb der Naturgesetzte. Gott, Göttern oder übernatürlichen Kräften zugeschrieben. |
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| Yams |
hauptsächlich in den tropischen Regionen der Welt beheimatete Staude, die wegen ihrer essbaren Wurzelknollen angebaut wird. Diese können bis zu 2,4 Meter lang und 45 Kilogramm schwer werden. Oft mit Bataten verwechselt. |
| Yankadee |
westafrikanischer Tanz, besonders im Senegal und Gambia. |
| Yoruba |
afrikanische Ethnie, die im südwestlichen Nigeria und in Benin und Togo siedelt und der etwa 22 Millionen Menschen angehören. |
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| Zauberfiguren |
hölzerne Statuen werden auch heute noch häufig von Zauberern für magische Rituale verwendet. Ähnlich einem Fetisch wird eine solche Figur mit einem Geist belebt. Meist verfolgt der Zauberer das Ziel, mit seinen Handlungen seine Umgebung zu steuern. Bezeichnung der Völkerkunde für alle magischen Objekte, die künstlerisch gestaltet sind, im Unterschied zu Kult- und Ahnenfiguren, die gewöhnlich Wesen des Jenseits, also Ahnen, Geister und Götter symbolisieren. Es gibt "gute" und "böse" Zauberfiguren; sie werden erst duch krafthaltige Stoffe oder Medizin sowie durch bestimmte zauberische Praktiken, die nur der Zauberer, Prister oder Medizinmann selbst (oft zusammen mit dem Auftraggeber und meist durch Zauberspruch) vermittelt werden kann, wirksam. |
| Zulu |
in Südafrika beheimatete Ethnie der Nguni mit 7,6 Millionen Angehörigen, die eine Bantusprache (das Zulu) spricht. Bis zu der britischen Machtübernahme 1879 lebten die meisten Zulu in Zululand, einem Territorium, das heute zur südafrikanischen Provinz Kwa Zulu / Natal gehört. 1948 wurde hier im Zuge der Apartheidpolitik der weißen Minderheitsregierung ein so genanntes Homeland (Kwazulu) für die Zulu eingerichtet, das ab 1971 zum Teil unter Selbstverwaltung stand. |
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