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offizieller Name: République du Mali (Republic of Mali)
Bedeutung Name: Der Name leitet sich von dem Großreich Mali ab, das etwa im 10. Jahrhundert von den Malinke gegründet wurde und bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts bestand
Hauptstadt: Bamako
Einwohner: 11.008.518
Bevölkerungszusammensetzung: Bambara, Fulbe, Senufo, Soninke, Tuareg, Songhai, Malinke
Sprachen: Französisch, Bamakan, weitere Mande-Sprachen
Hintergrund: Das alte Goldland Mali blickt auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurück. Der politische und kulturelle Einfluß der auf seinem heutigen Staatsgebiet entstandenen Königreiche Mali, Ghana und Songhai erfaßte ganz Westafrika bis hin zur Atlantikküste. Herrscher des Kaiserreiches Mali waren im Mittelalter selbst in der arabischen Welt und in Europa bekannt. Marokkanische Vorstöße erschütterten im 16. Jahrhundert das alte Reich und die auf seinem Gebiet entstandenen Nachfolgestaaten. Im 19. Jahrhundert blühten noch einmal die Bambara-Königreiche im Kaarta und in Ségou sowie das Peul-Reich von Macina auf. Ab 1884 nach der Aufteilung Afrikas in Einflußsphären auf der Berliner Kongo-Konferenz erobern die Franzosen unter Gallieni das ganze heutige Mali. Ab 1904 französische Kolonie. 1946 Gründung der "Union Soudanaise" und des "Rassemblement Démocratique Africain". 1958 Französisch-Sudan wird zur Republik Sudan innerhalb der "Communauté Française". 1959 Gründung der Mali-Föderation, die aus Senegal und Französisch-Sudan besteht. Die sudanische Republik und das Senegal wurden 1960 von Frankreich unabhängig. Als Senegal nach nur einigen Monaten zurücktrat, wurde die sudanische Republik in Mali umbenannt. Januar 1992 neue Verfassung, Beginn der Dritten Republik. Febr./März 1992 erste demokratische Wahlen zur Nationalversammlung. 1997 Wahlen zur Nationalversammlung, die wegen organisatorischer Mängel annulliert werden und folgende zweite demokratische Wahlen zur Nationalversammlung. Moussa Traore als Präsident blieb 23 Jahre im Amt, bis er 1991 nach innenpolitischen Unruhen gestürzt wurde. Anfang 1992 nahm das Volk in einem Referendum eine neue demokratische Verfassung an. Gewaltenteilung und Mehrparteiensystem gehören seither zur politischen Kultur der "dritten Republik" und Mali gilt vielen Experten als "Musterbeispiel der Demokratie in Afrika".
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