Simbabwe

offizieller Name: Republic of Zimbabwe
Hauptstadt: Harare
Einwohner: 11.365.366
Bevölkerungszusammensetzung: Bantu/Shona, Ndebele, Europäischstämmige
Sprachen: Englisch, Bantu-Sprachen
Hintergrund: Beginn der Kolonisierung 1889 durch die British South Africa Companie (deren Gründer C. Rhodes für das spätere Rhodesien namengebend war). Nach beträchtlichen Gebietserweiterungen wurde Süd-Rhodesien (von Südafrika) 1923 britische Kolonie mit Selbstverwaltung. Nordrhodesien dagegen war britische Kronkolonie. Beide Teile bildeten zwischen 1953 und 1963 mit Njassaland die Zentralafrikanische Föderation. 1964, mit der Unabhängigkeit von Njassaland und Nord-Rhodesien erfolgte deren Umbennung in Malawi bzw. Sambia. Südrhodesien allein führte nun die Bezeichnung Rhodesien. 1965 einseitige Unabhängigkeitserklärung durch den damaligen Premierminister Ian Smith, nach Ablehung der Forderung GB, die schwarze Mehrheit an der Regierung zu beteiligen. 1974 Verhandlungen zwischen der weißen Minderheitsregierung und den Führern der Befreiungsbewegungen über die Bildung einer scharzafrikanischen Regierung mit Sonderrechten für die weiße Bevölkerung. 1979 Übergangsregierung, 1980 erfolgte die endgültige Unabhängigkeit, die Wahl von Robert Mugabe (Marxist und Schüler linker Jesuiten) zum Regierungschef und die Umbenennung in Simbabwe. Seither ständige Konflikte. 1987 wurden alle von der Verfassung garantierten Abgeordnetensitze für die Weißen gestrichen. Seit 1987 ist Mugabe zugleich Staats- und Regierungschef. Simbabwe wurde zum "Land der Infizierten" mit der vermutlich weltweit höchsten Rate an AIDS-Erkrankten. Seit Jahren betreibt Mugabe eine Haßkampagne gegen Homosexuelle ("Schweine ohne Rechte"). Bei den Wahlen 2002 wurde Staats- und Regierungschef Mugabe für weitere 6 Jahre wiedergewählt. Die Wahlen wurden international stark kritisiert.

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