Sudan

offizieller Name: Jumhuriyat as-Sudan (Republic of the Sudan)
Bedeutung Name: Der Landesname leitet sich ab vom arabischen Bilad As Sudan, Land der Schwarzen
Hauptstadt: Khartoum
Einwohner: 36.080.373
Bevölkerungszusammensetzung: Araber, afrikanische Ethnien
Sprachen: Arabisch, englisch, hamitische und nilotische Sprachen
Hintergrund: Der Sudan ist das größte Land Afrikas und das zehntgrößte der Welt. In der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts beherrschten Ägypter und Briten den Sudan. 1882 erhoben sich die Sudanesen im "Mahdi-Aufstand" gegen die Fremdherrschaft. Sie verloren 1898 endgültig und bis 1956 blieb der Sudan ein anglo-ägyptisches Kondomium. In einem Referendum entschied sich die Bevölkerung gegen einen Anschluß an Ägypten. Schon 2 Jahre nach der Unabhängigkeit übernahmen Militärherrscher die Macht. Eine verfehlte Wirtschaftspolitik und Islamisierungsbestrebungen führten 1983 zum erneuten Ausbruch des Bürgerkrieges zwischen dem muslimischen Norden und dem christlichen Süden; der Konflikt dauerte - mit Unterbrechungen - bis heute an. Die 1985 folgende Zivilregierung konnte die Probleme des Landes auch nicht lösen. Staats- und Regierungschef Baschir kam 1989 mit einem Militärputsch an die Macht. Seither bestimmen die Muslime die Politik im Sudan, das Scharia-Recht wurde eingeführt. Im Golfkrieg 1991 ergriff der Sudan für Irak Partei. Ägypten beschuldigte das Land der Mittäterschaft an einem fehlgeschlagenen Attentat auf Präsident Mubarak 1995. Im Krieg gegen Befreiungsbewegungen des Südens verhindert das Regime Hilfsaktionen für die hungernde Bevölkerung. Fast zwei Million Menschen sind verhungert oder bei Kämpfen ums Leben gekommen. 1999 für drei Monate Ausnahmezustand. Die Ölförderung im Sudan durch ausländische Firmen schürt nach Ansicht von Menschenrechtlern den Bürgerkrieg, da durch Regierungstruppen und verbündete Milizen Zehntausende von Dorfbewohnern vertrieben wurden.

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